Giese gegen Giesebrecht in 10 Kapiteln:

Autor: Willibald Runge, frei bearbeitet von Werner E. Hintz

Produktion: RIAS 1971 | Laufzeit 267'57 Min.
Erstsendetermine 1972: 1.3. / 15.3. / 29.3. / 12.4. / 26.4. / 10.5. / 24.5. / 7.6. / 21.6. / 5.7.

Erzähler:
Ewald Wenck
Mitwirkende:
Edith Schollwer (Alma Giese)
Barbara Peters (Lotte Giese)
Bernd Kummer (Bruno Giesebrecht)
Edgar Ott (Karl Giesebrecht)
Bruno Fritz (Wilhelm Gutschke)
Sigurd Lohde (Rechtsanwalt Dr. Finke)
Hermann Ebeling (dessen Neffe, Assessor Gerhard Finke)
Ilse Trautschold (Adelheid Klapper)
Reinhold Bernt (Herr Plötze)
Edith Wöber (Genovefa Richter)
Werner Oelschläger (Richter)
Gerd Holtenau (Herr Kerger)
Peter Wesp/? (Fritz, junger Mann) * junger Mann bei Spreemann & Co.
Regie: Ivo Veit
Ton: Gerhard Dönitz, Horst Dähne
Schnitt: Christa Bagans, Monika Just
Aufnahmeleitung: Dagmar Geschke

Kurzüberblick: [von Daniela & Peter Tabatt]:

Alma Giese führt mit Hilfe Ihrer Tochter Lotte in der Petristraße ein kleines Wäschegeschäft. Sie hat es nicht leicht, die Witwe muss sich nämlich gegen die Konkurrenz des nahegelegenen Kaufhauses durchsetzen. Also versucht sie die Preise dort zu unterbieten. Die treueste Kundin ist Frau Adelheit Klapper, die zwar fast täglich hereinschaut, aber leider auch nur immer das Billigste vom Billigsten kauft. Um die Preise zu drücken, droht sie immer wieder zur Konkurrenz abzuwandern. Auch der Angestellte Fritz - 'Junger Mann' im Geschäft bringt nicht die gewünschte Unterstützung und bald müssen sich die beiden Frauen allein durchschlagen. Eines Tages erscheint Gerhard Finke bei Frau Giese und bitte die beiden Gieses zu einem Besuch zu seinem Onkel, dem Rechtsanwalt Finke - in einer Erbschaftsangelegenheit.
Jetzt muss Lotte Finke das erfahren, was Alma ihr so lange verheimlicht hat: Der verstorbene Giese war gar nicht Lottes Vater! Der hieß nämlich Eduard Giesebrecht und hat Alma seinerzeit für eine bessere Partie sitzen lassen. Giese hat Alma geheiratet, Lotte adoptiert und war beiden stets ein guter Vater bzw. Ehemann - wenn es wohl auch nie die große Liebe gewesen ist. Jetzt hat auch Lottes wirklicher Vater ebenfalls das Zeitliche gesegnet und seine leibliche Tochter als Alleinerbin eingesetzt.

Als Mutter Giese beim Rechtsanwalt nachfragt, was Lotte denn nun tatsächlich erben soll, erklärt dieser vage: Einige Grundstücke in Spandau, na ja und einige Verbindlichkeiten. So recht weiß Mutter Giese damit nichts anzufangen, aber Grundstücke, das hört sich nach viel Geld an. So redet sie ihrer Tochter zu, das Erbe anzunehmen und unterschreibt nach langem hin und her schließlich eine Annahmeerklärung.
Kaum sind die beiden Gieses aus der Kanzlei Finke entschwunden, erscheint dort Karl Giesebrecht, Bruder des kürzlich Verstorbenen, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. War er doch vor langer Zeit auch Almas Verehrer und wurde von ihr wegen seines Bruders sitzen gelassen. Wen wundert es, daß er sich freuen würde, wenn Alma und ihre Tochter das Erbe annehmen würden, denn bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um hohe Schulden. Und die Grundstücke liegen jwd. in Spandau, dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dafür wird man wohl »keene Puseratze« bekommen. So hofft er, dass seine uneheliche Nichte Lotte das Erbe antritt, denn sonst muss er nachher noch für die Schulden seines leichtlebigen Bruders aufkommen.
Dies hat der Neffe des Rechtsanwaltes, Gerhard Finke, mitbekommen und da ihm die kleine Lotte alles andere als unsympathisch ist, macht er sich gleich auf den Weg um die beiden Giese-Frauen zu warnen. Alma ist erschüttert, hat sie doch mit einem warmen Regen gerechnet und schon geplant, das Wäschegeschäft aufzugeben. Sie beauftragt den jungen Finke sich als Anwalt ihres Falles anzunehmen und die Annahmeerklärung wegen fehlender Aufklärung anzufechten.

So kommt es zum Gerichtstermin: Zu spät und völlig aufgelöst erscheint der junge Finke zum Termin. Für Erklärungen bleibt keine Zeit. Er schafft es gerade noch beide Giese-Frauen um ihr Vertrauen zu bitten. Kurz bevor der Richter die Annahmeerklärung für nichtig erklären kann, erhebt Gerhard Finke das Wort und zieht die Klage in vollem Umfang zurück. Alma ist entrüstet. Jetzt soll sie für die Schulden aufkommen? Für Erklärungen lässt sie ihrem jetzt gefeuerten Anwalt keine Zeit.
Schließlich stellt sich heraus, dass es Gerhard Finke gut mit den Damen Giese gemeint hat. Die geerbten Grundstücke sind doch nicht so wertlos wie angenommen. Auch Karl Giesebrecht bekommt davon Wind. Jetzt ist es wieder an ihm, das Testament seines verstorbenen Bruders anzufechten und der Knaatsch geht von neuem los ...

[Laufzeit je Folge ca. 24-28 min.]

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