Die süße Anna in 15 Kapiteln:

Autorin: Ulrike Brückner, frei bearbeitet von Werner E. Hintz

Ein Roman aus dem Berlin der 80er Jahre: Ein Zeitungsroman in losen Blättern, wie sie als in der Vossischen Zeitung, der Mottenpost oder dem Intelligenzblatt für die gebildeten Kreise von Schöneberg und Umgebung erschienen sind.

Produktion: RIAS 1966 | Laufzeit 483'54 Min.
Erstsendetermine:
1966: 21.9 / 5.10. / 19.10. / 2.11. / 17.11. / 30.11. / 14.12. / 28.12.
1967: 11.1. / 25.1. / 8.2. / 22.2. / 8.3. / 22.3. / 5.4.

Erzähler:
Ewald Wenck
Mitwirkende:
Edith Schollwer (Anna Brümmer, Konditorin)
Ingeborg Wellmann (ihre Tochter Mieze)
Otto Matthies (Paul Sonnenschein, Tischlermeister)
Edgar Ott (Gustav Ungewitter, Bäckergeselle)
Herbert Grünbaum (Anton Puhlmann, Hauswirt)
Elisabeth Hitzenberger (Wanda Zembrowski, Schauspielerin)
Reinhold Bernt (Wilhelm Schramm, ihr Bräutigam)
Klaus Herm (Fritz Finke, Postassistent)
Ilse Trautschold (Hulda Zepernick, Klavierlehrerin)
Herbert Weissbach (Taxator Kirbitz)
Herbert Wilck (Otto Schellhorn, Notar)
Dietrich Frauboes (Herr Gimpel, ein Agent der Stadtbahn)
Bruno Fritz (Emil Haferkorn, Gastwirt im ‹Preußischen Adler› zu Kyritz)
?? (Ludwig, Kellner im ‹Preuß.Adler›)
o. A. (Mariechen, Klavierschülerin)
o. A. (Bahnhofsvorsteher)
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weiter wirkte mit:
?? Witt
Regie: Ivo Veit
Ton: Hans-Jörg Saladin, Klaus Krüger, Joachim-Friedrich Schulz, Jochen Gloger, Gerhard Hämann, Gerhard Dönitz, Horst Dähne, Peter Röske
Schnitt: o. A.
Aufnahmeleitung: Werner Völkel, Klaus Priedemuth

Kurzüberblick:

Berlin-Mitte, Sommer 1881: Am Zwirngraben, einer kleine Seitenstraße vom Hackeschen Markt Richtung Spree verlaufend*), steht Ecke Neue Promenade das dreistöckige Haus von Anton Puhlmann. Im Erdgeschoß befindet sich die Tischlerei und Möbelmanufaktur von Tischlermeister Paul Sonnenschein. Nebenan betreibt Frau Anna Brümmer, 'süße Anna' genannt, die Feinbäckerei und Konditorei ‹Zur süßen Ecke›, wie in goldenen Messingbuchstaben über dem Eingang zu lesen ist.

Zur Hand gehen ihr Tochter Mieze und Bäckergeselle Gustav Ungewitter, berühmt für seine Kaisersemmeln, Liebesknochen und Mohrenköppe. Dem gefällt zwar die Mieze, doch die fühlt sich mehr zu Fritz Finke mit der poetischen Ader hingezogen, von Beruf Postassistent mit Pensionsanspruch. Daß ihn die Schauspielerin Wanda Zembrowski umgarnt und ihm allmählich den Kopf zu verdrehen scheint, kommt ihm da gerade recht.

Im Zwirngraben soll bald die Hochbahn entstehen, und dafür werden in der Nachbarschaft bereits Häuser abgerissen, Puhlmanns Mietshaus ist davon vorerst nicht betroffen. Hin und her geht es mit der Verlängerung des Mietvertrages, Puhlmann hält Anna Brümmer hin. Er hat sein Trauerjahr abgesessen und liebäugelt mit einer neuen Ehe, und seiner Meinung nach wäre ein neuer Vertrag doch gar nicht nötig, wenn Madame Brümmer ihn ehelichen würde.
Die hält vom Vermieter jedoch nicht viel und becirct ihrerseits Meister Sonnenschein, der ebenfalls auf Freiersfüßen wandelt. Hier lockt jedoch dessen Werkstatt, weil die Tischlerei nach Halensee verlegt werden soll. Da kämen die freiwerdenden Räumlichkeiten gerade recht, und wenn Puhlmann partout nicht verlängern will, dann steigt sie eben als Nachmieter in Sonnenscheins laufenden Vertrag ein. So hat sie gleich zwei Eisen im Feuer: Entweder Erweiterung der Konditorei oder Umzug.

Als aber der Notar Otto Schellhorn aus Hamburg auftaucht, dann kurz nacheinander der Taxator Kirbitz und Herr Gimpel, ein Agent der Stadtbahn erscheinen und Herrn Puhlmann, inzwischen mit der zugezogenen Mieterin Hulda Zepernick liiert, ein Kaufngebot machen wollen, geraten Mutter Brümmers Zukunftsträume in Gefahr.
In der ‹Süßen Ecke› geht es drunter und drüber, als Geselle Gustav wegen einer Erbangelegenheit nach Wriezen**) und Notar Schellhorn dienstlich nach Hamburg reisen müssen; Finke Gerüchte über angeblich "andere Umstände" der Wanda Zembrowski in Umlauf bringt und diese urplötzlich ein Engagement in der Provinz antritt.

Finkes Chancen auf eine Verlobung mit Mieze steigen, die schließlich auch noch das Weite sucht und sich nach Kyritz**) aufmacht, um an ihrem Geburtsort die notwendigen kirchenamtlichen Unterlagen zu besorgen - und Anna Brümmer holt die Vergangenheit ein...

*) Das Wohngebiet Am Zwirngraben gibt es seit Ende des II. Weltkriegs nicht mehr, es ist heute Teil des Vorplatzes des S-Bahnhofs Hackescher Markt, nach langjährigen Debatten nun verkehrsberuhigt und zu einer Grünanlage umgewandelt.
Internet: Stadtplatz Am Zwirngraben
**) Wriezen: Stadt am westl. Rand des Oderbruch | Kyritz: Stadt an der Prignitz, im NW Brandenburgs gelegen.

[Laufzeit je Folge ca. 27-42 min.]

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